Stop Food Waste Day: Wie wir in der Gemeinschaftsverpflegung verantwortungsvoll mit Lebensmitteln umgehen

Stop Food Waste Day: Wie wir in der Gemeinschaftsverpflegung verantwortungsvoll mit Lebensmitteln umgehen

Ein Drittel der jährlich produzierten Lebensmittel verschwindet im Abfall, davon kommen 17 Prozent aus der Außer-Haus-Verpflegung. Dabei gibt es Möglichkeiten, die Zahl der weggeworfenen Lebensmittel zu reduzieren. Der Stop Food Waste Day erinnert jeden April daran, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Lebensmittel sind wertvoll und verdienen es, dass wir sorgsam damit umgehen.

Die Verantwortung der Außer-Haus-Küche

Lebensmittelabfälle bezeichnen all die Bestandteile von Lebensmitteln, die nicht (mehr) verzehrbar sind. Dabei werden oft auch Lebensmittel zu Abfall, die man eigentlich noch hätte verwerten oder vor dem Verderben bewahren können.

So gehen weltweit 33 Prozent der produzierten Lebensmittel verloren – das verursacht acht Prozent der globalen CO2-Emissionen pro Jahr. In Deutschland zählt man jährlich 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle. Das ist nicht nur ein ökologischer Schaden; es ist auch ein wirtschaftlicher.

Zu den Verursachern gehört auch die Gemeinschaftsverpflegung. Denn die Außer-Haus-Küche ist mit 1,9 Millionen Tonnen für 17 Prozent der Lebensmittelabfälle in Deutschland verantwortlich. Damit schneidet die professionelle Küche pro Kopf schlechter ab als die Privathaushalte.

Mit diesen Zahlen wollen wir uns allerdings nicht abfinden. Daher setzen wir uns bei HOFMANNs bewusst gegen Lebensmittelverschwendung ein.

Unterschiede zwischen professioneller und privater Küche

Die professionelle Küche arbeitet unter ganz anderen Bedingungen als die private. Weil sie stärker unter Zeit- und Kostendruck steht, können dabei auch Fehler passieren: Speisen bleiben übrig, weil zu viel bestellt, produziert oder zu großzügig ausgegeben wird; Lebensmittel werden nicht rechtzeitig gekühlt und sind nicht mehr verwertbar. Bei der Ausgabe entstehen schwer kalkulierbare Unregelmäßigkeiten. Im Küchenalltag sind diese Gründe nachvollziehbar. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sich nicht vermeiden lassen.

Denn in der professionellen Versorgung ist Lebensmittelverschwendung auch ein wirtschaftlicher Verlust: Der geschätzte Lebensmittelabfall pro Küche und Jahr beträgt laut einer Thünen Studie im Mittelwert 11.1197 Euro im Jahr (Stand 2020). Pro Mahlzeit ist das ein Verlust von 38 Cent.

5 Punkte: Wie HOFMANNs Lebensmittelverschwendung reduziert

Um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, setzen wir bei HOFMANNs an unterschiedlichen Stellen der Produktionskette an.
  • Bei Einkauf und Planung können regionale Produkte den Unterschied machen. Wir beziehen 65 Prozent unserer Rohwaren aus unserem Standort-Bundesland Baden-Württemberg sowie den umliegenden Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz. Durch kürzere Lieferwage und Lagerzeiten sind die Lebensmittel frischer und verderben seltener. Zusätzlich unterstützen wir regionale Produzenten.
  • Auch bei der Lagerung lässt sich anpacken. Die gängigen Leitlinien, wie das Einhalten der Kühlkette, eine klare Beschriftung aller Lebensmittel und das FIFO-Prinzip („First In – First Out“) mögen selbstverständlich klingen. Im hektischen Alltag sorgt ihre Missachtung jedoch dafür, dass Lebensmittel schneller verderben oder entsorgt werden müssen. Deshalb setzen unsere Kunden auf Cook & Freeze: Die frisch zubereiteten und eingefrorenen Gerichte bleiben deutlich länger haltbar und können nach Bedarf portionsgerecht regeneriert werden.
  • Schalen, Stümpfe, Reste… In der Verarbeitung entstehen immer Abfälle. Diese müssen aber nicht zwangsläufig in der Tonne landen. In einer Bouillon finden viele Rübenschalen einen zweiten Sinn: Karotte und Sellerie geben der Brühe erst die geschmackliche Tiefe, die sie braucht. Ähnliches gilt für Brokkolistümpfe in Gemüsepfannen – die Liste der Zubereitungen, die sich mit übriggebliebenen Gemüseteilen aufwerten lassen, ist sehr lang.
  • Auch wenn es den Gästen geschmeckt hat, bleibt manchmal doch etwas übrig. Eine optimale Bedarfsplanung hilft, diese Reste auf ein Minimum zu begrenzen. Dazu sollte man sie vor der Entsorgung unbedingt dokumentieren, wiegen und mit dem Einkauf sowie der Anzahl der verpflegten Personen verrechnen. Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Bestellungen optimal auf Ihren Bedarf auszulegen.
  • Sensibilisierung: Der Stop Food Waste Day findet jedes Jahr am letzten Mittwoch im April statt. Er soll Verschwendung sichtbar machen und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmittel sensibilisieren.

Sensibilisierung am Stop Food Waste Day

Lebensmittelverschwendung passiert oft nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus fehlender Sichtbarkeit. Nur wenigen ist bewusst, wie viel täglich weggeworfen wird. Der Stop Food Waste Day findet dieses Jahr am 29. April statt und schafft diesen Moment der Reflexion: für Privatpersonen, aber auch für Betriebe, die täglich in großem Maßstab produzieren. Wer sich bewusst macht, dass 38 Cent pro Mahlzeit keine abstrakte Zahl ist, sondern realer Verlust – an Ressourcen, an Arbeit, an Wert –, der schaut anders auf seinen Teller. Und auf seine Küche.

Genau dieser Gedanke leitet uns bei HOFMANNs. Nicht nur am Stop Food Waste Day. Aber heute sprechen wir bewusst darüber. Denn Sensibilisierung beginnt mit Transparenz: Wo gehen Lebensmittel verloren? Was kostet das? Und was lässt sich ändern?

Als Lebensmittelmanufaktur, die täglich frische Waren verarbeitet, tragen auch wir eine besondere Verantwortung. Und diese nehmen wir ernst: in der Qualität unserer Rohwaren, in der sorgfältigen Verarbeitung und in dem Anspruch, so wenig wie möglich zu entsorgen.

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