Warum eine Allergenliste im Kindergarten unverzichtbar ist
Seit Dezember 2014 gilt die gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Allergene in Lebensmitteln. Damit tragen auch Kindergärten eine klare Verantwortung. Sie müssen sicherstellen, dass alle relevanten Informationen für Kinder, Eltern und Mitarbeitende transparent zugänglich sind.Im Kita-Alltag gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung, da Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten immer häufiger auftreten. Das bedeutet: Essen ist längst nicht mehr nur Versorgung, sondern auch eine Frage der Sicherheit. Eine klare Allergenkennzeichnung hilft dabei, Risiken zu minimieren und Vertrauen zu schaffen.
Kennzeichnungspflicht nach LMIV
Die rechtliche Grundlage bildet die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) sowie die dazugehörige Durchführungsverordnung. Die Regeln, wie Allergene gekennzeichnet werden müssen, sind verbindlich.Das bedeutet konkret: Allergene müssen schriftlich, gut sichtbar und vor der Abgabe der Speisen kenntlich gemacht werden. Eltern, Fachkräfte und Aufsichtsbehörden müssen jederzeit nachvollziehen können, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Eine rein mündliche Auskunft ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Sie ersetzt jedoch keine schriftliche Dokumentation. In der Praxis ist eine klare, schriftliche Kennzeichnung daher unerlässlich.

Welche Allergene müssen im Kindergarten gekennzeichnet werden?
Die LMIV definiert 14 Hauptallergene, die kennzeichnungspflichtig sind. Dazu gehören unter anderem:
- glutenhaltiges Getreide
- Milch inklusive Laktose
- Eier
- Fisch
- Soja
- Schalenfrüchte
- Sellerie
- Senf
- Sesam
- Schwefeldioxid und Sulfite
- Lupinen
- Krebstiere
- Weichtiere
Wichtig ist: Auch Zutaten, die im Alltag als selbstverständlich gelten, können Allergene enthalten. Gerade deshalb ist eine vollständige und sorgfältige Kennzeichnung so entscheidend.

Wie Allergene korrekt gekennzeichnet werden müssen
Für die Kennzeichnung gibt es verschiedene zulässige Formen. Entscheidend ist, dass die Informationen jederzeit zugänglich und nachvollziehbar sind.Praktische Lösungen sind:
- ein detaillierter Speiseplan für Kitas
- ein zentraler Ordner mit allen Angaben
- ein gut sichtbarer Aushang
- digitale Systeme zur Dokumentation
Dabei gilt: Jede einzelne Menükomponente muss berücksichtigt werden. Nur so ist sichergestellt, dass alle Beteiligten jederzeit den Überblick behalten.

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